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Über 90 Prozent aller Diabetes-PatientInnen leiden an Typ-2-Diabetes, einer Erkrankungen des Erwachsenenalters, die häufig als Begleiterscheinung von Übergewicht entsteht. Der seltenere Typ-1-Diabetes, betrifft eher jüngere und normalgewichtige Menschen und entwickelt sich als Folge einer Autoimmunreaktion.

Derzeit geht man in Österreich von einer Erkrankungsrate an Diabetes mellitus Typ 2 zwischen 5 und 7 Prozent aus, während in der Altersgruppe über 60 Jahre sogar bereits 20 Prozent von Diabetes betroffen sind. Die progressive Entwicklung eines Diabetes mellitus schlägt sich in einer um 6 Jahre verkürzten Lebenserwartung nieder (Österreichische Apothekenkammer). Bei zu später Diagnose und einer unzureichenden Behandlung kann es zu schweren Folgeerkrankungen - wie Herzinfarkt oder Schlaganfall - kommen. Außerdem können Augen- und Nierenerkrankungen auftreten.

Wir als ApothekerInnen unterstützen Sie …
nicht nur bei der Früherkennung, wir bieten zudem Hilfestellung bei der Blutzuckermessung und der Medikamentenanwendung ebenso wie bei der Ernährungsberatung und informieren Sie über ergänzende Produkte.

Lassen Sie sich testen!
Essentiell ist die frühzeitige Erkennung von Diabetes! Denn sehr oft wissen die Betroffenen gar nichts von ihrer Krankheit. Mit einfachen Tests, die Sie beim Arzt oder auch in unserer Apotheke durchführen lassen können, verschaffen Sie sich Gewissheit. Außerdem: Typische Symptome wie starkes Durstgefühl, häufiger Toilettengang, Wadenkrämpfe, Sehstörungen, plötzliche Gewichtsabnahme, schlecht heilende Wunden, ein ständiger Juckreiz im Genitalbereich können ein Hinweis sein. Achtung aber bei Diabetes Typ I! Hier sind die Symptome durch absoluten Insulinmangel gravierender: unvollständige Fettverbrennung und Übersäuerung des Blutes bis hin zum diabetischen Koma.

Diabetes voll im Griff!
Eine Diabetes-Behandlung verfolgt mehrere Ziele. Langfristige Schäden sollen vermieden und kurzfristige Komplikationen wie Unterzuckerung oder Blutzuckerentgleisung verhindert werden. Grundlage für beide Typen von Diabetes ist daher eine gute Schulung, die Unterstützung des Arztes und eine gutes Selbstmanagement.

• Messen ist wichtig!
Bei Typ-2-Diabetikern hilft das Messen als Verhaltenskontrolle. Der Blutzucker sollte etwa viermal wöchentlich - einmal nüchtern nach dem Aufstehen und zwei Stunden nach dem Mittagessen - kontrolliert werden. Außerdem sollten Sie in besonderen Situationen wie z. B. nach dem Sport ebenso messen. So bekommen Sie ein Gefühl dafür, welche Faktoren sich auf Ihre Blutzuckerwerte auswirken.
• Diabetes-Tagebuch hilft!
Stress, Hormone, die Jahreszeit – alles Mögliche kann ihre Blutzuckerwerte beeinflussen. Lernen Sie ihre Krankheit deshalb besser kennen. Hilfreich ist dabei ein Diabetes-Tagebuch. Damit lassen sich Blutzuckerwerte und Faktoren wie sportliche Aktivitäten, Stress, Krankheit, Medikamente und Ernährung dokumentieren.
• Das richtige Essen
Das Energiegleichgewicht und auch der Kohlenhydratgehalt von Nahrungsmitteln müssen stimmen. Entscheidend sind daher Menge und die Qualität des Essens. Es gilt die simple Regel: Je gesünder, desto besser. Eine Portion Vollkorn-Spaghetti ist besser als 2 Stück Früchtekuchen. Und wenn schon etwas Süßes, dann besser hin und wieder ein kleines Stück Schokolade, denn das Fett verzögert die Aufnahme des Zuckers ins Blut.
• Der Arzt bestimmt, was genommen wird
Ganz wichtig sind für Diabetiker auch die richtigen Medikamente. Ob Insulin gespritzt werden muss oder blutzuckersenkende Tabletten eingesetzt werden – dies entscheidet immer Ihr Arzt. Dieser muss auch die Wahl des geeigneten Medikamentes treffen.
• Die Natur kann zusätzlich unterstützen
Auch bei Diabetes können Helfer aus der Natur Ihre Lebensqualität verbessern. Erwähnenswert sind Chrom und Zink. Sie enthalten Spurenelemente, die einen erhöhten Blutzuckerspiegel senken können und sorgen dafür, dass die Körperzellen besser auf Insulin reagieren. Chrom ist in geeigneten Mengen in Kresse, Gouda-Käse und Vollkornbrot enthalten. Zink in Mohn, Hafer, Tilsiter und Bergkäse. Zimt reduziert die Blutzuckerwerte bei Diabetikern merklich. Dazu genügt schon 1/2 Teelöffel. Allerdings steigt der Blutzuckerspiegel wieder an, wenn die Zimt-Therapie abgesetzt wurde. Man muss ihn also ständig zuführen. Auch ein Extrakt aus dem Nopal-Kaktus kann hohe Blutzuckerwerte bei Patienten mit Diabetes Typ I und Typ II senken. Er ist eine sinnvolle Unterstützung der medikamentösen Behandlung.

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