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Reizmagen
Bei einem Reizmagen handelt es sich um keine bestimmte Krankheit, sondern um eine Störung der Magenfunktion, die nicht eindeutig auf eine organische Ursache zurückzuführen ist. Die Beschwerden reichen von wiederkehrenden Schmerzen im Oberbauch, begleitet von Brennen, Druck, Völlegefühl, Aufstoßen, Übelkeit, einem Blähbauch bis hin zu Sodbrennen. Als mögliche Ursache wird eine Überempfindlichkeit des Nervensystems der Magen-Darm-Gegend diskutiert.

Grundsätzlich richtet sich eine Therapie nach den Symptomen. Betroffene können allerdings selbst einiges tun, um die Beschwerden zu lindern.

• In der Apotheke gibt es eine Vielzahl an pflanzlichen Produkten, die krampflösend und beruhigend auf den Magen wirken. Wirksame Kräuter sind Kamille, Melisse, Pfefferminzblätter, Angelikawurzel, Wermutkraut, Minzöl oder Thymianöl. Chinarinde, Enzianwurzel, Benediktenkraut und Tausendgüldenkraut regen die Magen-Darm-Tätigkeit an. Wichtig: Schlägt die Selbstmedikation nach einigen Tagen nicht an, konsultieren Sie auf jeden Fall einen Arzt.
• Ein Ernährungstagebuch hilft Beschwerden zu dokumentieren und möglichen Ursachen auf den Grund zu gehen.
• Falls die Diagnose schon bekannt ist – also ärztlich bestätigt wurde – können Medikamente eingesetzt werden. Diese wirken aber nur gegen die Symptome und können einen Reizmagen nicht heilen. Zum Einsatz kommen magensäurehemmende Medikamente beziehungsweise Protonenpumpenhemmer oder Prokinetika, die die Magenentleerung beschleunigen.
• Entspannungsübungen und autogenes Training können ebenfalls Erleichterung verschaffen. Oder versuchen Sie es doch mal mit einer Bauchmassage.

Reizdarm
Das Reizdarmsyndrom ist ebenfalls eine Funktionsstörung des Darms. Symptome sind krampfartige Bauchschmerzen, Blähungen und Verstopfung oder Durchfall. Experten vermuten als Ursachen eine gestörte Darmbeweglichkeit und erhöhte Schmerzempfindlichkeit. Auch eine veränderte Darmflora kann zur Entstehung eines Reizdarms beitragen. Zudem tritt ein Reizdarm oft familiär gehäuft auf.

Wie beim Reizmagen, richtet sie die Therapie nach Art und Schwere der Beschwerden.

• Sinnvoll ist es, zunächst Lebensstil und und Ernährung zu prüfen. So hilft es viele kleinere Mahlzeiten einzunehmen, blähende Lebensmittel zu meiden und auf den Flüssigkeitshaushalt und Bewegung zu achten.
• Kräutertees mit Fenchel, Kamille, Anis, Kümmel, Curcuma, Gelbwurz oder Pfefferminze bringen Linderung. Eine mehrwöchige Einnahme von Probiotika kann ebenfalls die Symptome verbessern. Es gibt auch fertige Zubereitungen mit Auszügen aus Kamille, Pfefferminze, Bittere Schleifenblume, Melisse, Mariendistel, Süßholzwurzel und so weiter in der Apotheke.
• Eine medikamentöse Therapie sollte zeitlich begrenzt werden. Stehen zum Beispiel Blähungen und Schmerzen im Vordergrund, können krampflösende Mittel eingesetzt werden.

Für eine ausführliche Beratung kommen Sie einfach in unserer Apotheke vorbei. Gemeinsam sorgen wir für Ihr Wohlbefinden.

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